Mehr Tickets verkaufen mit Paid Ads: Wie Artists ihre Shows mit datengetriebenem Marketing füllen

SwipeUp Marketing

Viele Artists, Manager und Booking Agenturen haben eine sehr einfache Vorstellung davon, wie man mehr Tickets für eine Tour verkaufen kann.

Die typische Situation sieht ungefähr so aus. Eine Tour ist bereits angekündigt und ein Teil der Shows verkauft sich gut. Einige Städte laufen jedoch deutlich schwächer. Vielleicht sind nur ein Teil der Tickets verkauft oder der Verkauf stagniert.

Die naheliegende Lösung scheint dann zu sein, einfach Anzeigen zu schalten.

Die Logik dahinter ist simpel. Wenn mehr Menschen in der jeweiligen Stadt von der Show erfahren, sollten sich auch mehr Tickets verkaufen lassen.

In der Theorie klingt das plausibel. In der Praxis zeigt sich jedoch immer wieder, dass diese Strategie häufig nicht funktioniert.

Viele Artists investieren Budget in Tour Ads und stellen am Ende fest, dass die Ticketverkäufe kaum steigen oder dass die Kampagnen nicht profitabel sind.

Um zu verstehen, warum das passiert, muss man sich genauer anschauen, wie Ticketverkäufe eigentlich funktionieren.

Die typische Denkweise bei Tour Ads

Viele Artists betrachten Tour Marketing sehr kurzfristig.

Die Tour wird angekündigt und einige Wochen später stellt man fest, dass bestimmte Shows hinter den Erwartungen bleiben. Dann kommt die Idee auf, Anzeigen zu schalten, um die restlichen Tickets zu verkaufen.

Diese Denkweise basiert auf einer Annahme.

Man glaubt, dass das Hauptproblem mangelnde Sichtbarkeit ist. Wenn nur genug Menschen von der Show erfahren, würden sich die Tickets automatisch verkaufen.

In der Realität ist das jedoch nur ein Teil der Wahrheit.

Nachfrage lässt sich nicht beliebig erzeugen

Ein wichtiger Punkt wird bei dieser Denkweise oft übersehen.

Nachfrage für eine Show entsteht nicht erst in dem Moment, in dem jemand eine Anzeige sieht.

Sie entsteht lange vorher.

Menschen kaufen Tickets in der Regel für Artists, die sie bereits kennen oder mit denen sie eine Verbindung haben. Wenn diese Verbindung nicht existiert, wird auch eine Anzeige selten zu einem Ticketkauf führen.

Das bedeutet, dass Anzeigen allein keine Nachfrage erzeugen können, wenn die grundlegende Nachfrage nicht vorhanden ist.

Ads können bestehendes Interesse verstärken. Sie können Menschen daran erinnern, dass eine Show stattfindet. Sie können Fans erreichen, die die Ankündigung vielleicht verpasst haben.

Aber sie können nur begrenzt neues Interesse aus dem Nichts erzeugen.

Warum Timing eine große Rolle spielt

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Timing.

Viele Artists beginnen erst relativ spät mit Tour Marketing. Die Shows sind bereits angekündigt und der Ticketverkauf läuft schon eine Weile, bevor Marketingmaßnahmen gestartet werden.

Wenn Ads erst kurz vor der Show geschaltet werden, bleibt oft zu wenig Zeit, um eine echte Dynamik aufzubauen.

Ticketkäufe entstehen selten beim ersten Kontakt mit einer Anzeige.

In vielen Fällen sehen Menschen eine Tourankündigung mehrere Male, bevor sie sich entscheiden, tatsächlich ein Ticket zu kaufen.

Wenn eine Kampagne zu spät beginnt, fehlt diese Wiederholung.

Warum manche Städte schwieriger sind

Bei Touren zeigt sich häufig ein interessantes Muster.

Einige Städte verkaufen sich fast von selbst. Andere Städte bleiben deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Das hat oft mit regionalen Faktoren zu tun.

Die Größe der bestehenden Fanbase kann sich von Stadt zu Stadt stark unterscheiden. Auch lokale Szenen, Konkurrenzveranstaltungen oder die Bekanntheit eines Artists in einer Region spielen eine Rolle.

Wenn ein Artist in einer bestimmten Stadt kaum Hörer hat, wird es auch mit Anzeigen schwierig, kurzfristig viele Tickets zu verkaufen.

Die Rolle bestehender Fans

Der wichtigste Faktor für Ticketverkäufe ist fast immer die bestehende Fanbase.

Menschen, die bereits regelmäßig Musik eines Artists hören oder ihm auf Social Media folgen, sind die wahrscheinlichsten Ticketkäufer.

Deshalb funktionieren Tourkampagnen besonders gut, wenn sie gezielt diese Menschen erreichen.

Ads können dabei helfen, genau diese Fans zu finden. Zum Beispiel durch Targeting auf Menschen, die ähnliche Artists hören oder bereits mit dem Artist interagiert haben.

Aber auch hier gilt.

Wenn es in einer bestimmten Region kaum bestehende Fans gibt, stoßen Kampagnen schnell an ihre Grenzen.

Warum viele Tour Ads nicht profitabel sind

Ein weiteres Problem zeigt sich bei den Kosten.

Ticketpreise sind begrenzt. Wenn ein Ticket beispielsweise 25 oder 30 Euro kostet, bleibt nur ein bestimmter Spielraum für Marketingkosten.

Wenn Anzeigen zu teuer werden, kann eine Kampagne schnell unprofitabel werden.

Besonders schwierig wird es, wenn Anzeigen an Menschen ausgespielt werden, die den Artist gar nicht kennen. Die Conversion Rate ist in solchen Fällen oft sehr niedrig.

Das bedeutet, dass sehr viele Menschen erreicht werden müssen, um wenige Tickets zu verkaufen.

Die Bedeutung von langfristigem Marketing

Erfolgreiche Tourkampagnen entstehen selten kurzfristig.

Sie sind meist das Ergebnis von langfristigem Aufbau.

Artists, die über Jahre eine Community aufbauen, profitieren davon, wenn sie eine Tour ankündigen. Viele Fans warten bereits darauf, den Artist live zu sehen.

In solchen Fällen können Anzeigen sehr effektiv sein, weil sie eine bereits vorhandene Nachfrage aktivieren.

Wenn diese Grundlage fehlt, wird es deutlich schwieriger.

Wie erfolgreiche Ticketkampagnen aufgebaut sind

Professionelle Tourkampagnen beginnen oft lange vor der eigentlichen Tour.

Artists veröffentlichen neue Musik, bauen Aufmerksamkeit auf Social Media auf und wachsen auf Streaming Plattformen. Dadurch entsteht eine wachsende Fanbase.

Wenn später eine Tour angekündigt wird, existiert bereits eine Gruppe von Menschen, die potenziell Interesse an den Shows hat.

Ads können dann gezielt eingesetzt werden, um diese Menschen zu erreichen.

Zum Beispiel durch Kampagnen, die Fans ähnlicher Artists ansprechen oder bestehende Follower erneut aktivieren.

Warum Content eine wichtige Rolle spielt

Neben Anzeigen spielt Content eine große Rolle im Tour Marketing.

Live Videos, Konzertmitschnitte oder Backstage Einblicke können helfen, Menschen emotional für eine Show zu begeistern.

Solche Inhalte vermitteln, wie sich ein Konzert anfühlt.

Wenn Menschen sehen, wie eine Crowd auf einen Artist reagiert oder wie die Atmosphäre bei einer Show ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie selbst Teil dieses Erlebnisses sein wollen.

Content kann deshalb oft mehr Wirkung erzeugen als reine Anzeigen mit einem Ticketlink.

Die Kombination aus Ads und organischer Reichweite

Die erfolgreichsten Tourkampagnen kombinieren mehrere Elemente.

Organischer Content erzeugt Aufmerksamkeit und Emotion. Anzeigen sorgen dafür, dass dieser Content die richtigen Zielgruppen erreicht.

Wenn ein Video von einer Live Performance gut funktioniert, kann es zum Beispiel zusätzlich als Anzeige ausgespielt werden.

So erreicht es nicht nur bestehende Fans, sondern auch neue potenzielle Hörer.

Diese Kombination aus Content und Distribution ist oft deutlich effektiver als reine Ticketanzeigen.

Fazit

Mehr Tickets mit Anzeigen zu verkaufen ist möglich, aber deutlich komplexer als viele Artists zunächst denken.

Ads sind kein magischer Schalter, der automatisch volle Shows erzeugt.

Sie funktionieren am besten, wenn bereits eine gewisse Nachfrage existiert und wenn Kampagnen strategisch aufgebaut sind.

Timing, Zielgruppen, Content und bestehende Fanbases spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Wenn diese Faktoren zusammenkommen, können Anzeigen ein sehr wirkungsvolles Werkzeug im Tour Marketing sein.

Ohne diese Grundlage stoßen selbst gut gemachte Kampagnen schnell an ihre Grenzen.

Für Artists bedeutet das vor allem eines.

Tour Marketing sollte nicht erst beginnen, wenn Ticketverkäufe hinter den Erwartungen zurückbleiben. Es sollte Teil einer langfristigen Strategie sein, die Musik, Content, Community und Marketing miteinander verbindet.

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